Gebäudehülle   Heizsysteme

Heizsysteme

Heizkessel für Kleinere und mittlere Wohngebäude werden im Wesentlichen nach dem eingesetzten Brennstoff und Betriebsweise unterschieden:

Konstanttemperaturkessel:
Dieser Kessel wird ganz jährlich mit Konstant hoher Kesselwassertemperatur (über 60°C) betrieben, um Wasserdampfkondensation im Kessen und Schornstein und die damit verbundene Korrosion zu vermeiden. Auch an milden Tagen ist der Kessel auf Temperatur und verursacht so hohe Wärmeverluste an Kesselwandlungen und Rohrleitungen.
Der Jahresnutzungsgrad liegt – bezogen auf den Brennwert – nur bei 70 %. Häufig wird der Konstanttemperaturkessel als Standardkessel bezeichnet.

Niedertemperaturkessel:
Die Kesselwassertemperatur ist entweder Konstant auf nicht mehr als 55°C eingestellt oder sie gleitet entsprechend den Witterungsverhältnissen automatisch zwischen 75 und 30°C. Der Jahresnutzungsgrad beträgt bezogen auf den Brennwert etwa 82 %.

Brennwertgeräte:
Die Kesselwassertemperatur wird abhängig von der Außentemperatur eingestellt. Das Abgas wird so weit abgekühlt. dass der darin enthaltene Wasserdampf zu flüssigem Wasser kondensiert und latente Wärme zusätzlich nutzbar wird. Der Jahresnutzungsgrad steigt bezogen auf den Brennwert auf bis 95 %.


Brennwertkessel haben die höchste Brennstoffausnutzung bei geringen Schadstoffemissionen, da sie die Abgase bis weit unter den Taupunkt abkühlen

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